Grußwort Prof. Dr. Josef Pfeilschifter

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Sehr verehrte Damen,
sehr geehrte Herren!

Von Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), aus den „Sudelbüchern“, stammt der folgende, ansatzlos, sozusagen „aus der Hüfte“ abgefeuerte Aphorismus:

„…dass die wichtigsten Dinge durch Röhren getan werden. Beweise: Erstlich die Zeugungsglieder, zweitens die Schreibfeder und drittens das Schießgewehr. Ja, was ist der Mensch anders als ein verworr’nes Bündel Röhren?“

Volltreffer. Selbst wenn wir in vitro zeugen, tun wir’s im Reagenzglas, das auch eine Röhre ist, uns gegenseitig totschiessen tun wir leider nach wie vor, nur schreiben tun wir nicht mehr mit Federrohren, sondern mit Tasten, das erspart uns die Tintenkleckse, nicht aber manches verworrene Textbündel.

„Ein verworr’nes Bündel Röhren“. In der Tat. Von den lebenswichtigen Dingen, die man in, durch und an diesen Röhren als Gefäßchirurg tun kann, konnte Lichtenberg noch nichts wissen. Hätte er es gewusst, hätte er es vermutlich mit einem anderen seiner Aphorismen kommentiert: „Neue Blicke durch die alten Löcher.“

Sie haben diese Tagung unter das Motto „Was muss die Gefäßchirurgie dem Nachwuchs weitergeben?“ gestellt. Eben das: Den Nachwuchs lehren, das verworr’ne Bündel von Röhren, das seines Handwerks Gegenstand sein wird, mit den Augen des heutigen Gefäßchirurgen zu betrachten, ohne ihm aber die Scheuklappen der Dogmatik und der althergebrachten Methodik aufzusetzen. Neue Blicke auf, in und durch die alten Röhren soll er zu werfen lernen, und das geht nur, wenn man ihm nicht nur beibringt, was man schon weiß und kann, sondern ihn auch zu forschen lehrt.

Dabei wünsche ich Ihnen, als Dekan eines forschenden und lehrenden Fachbereiches, allen Erfolg.

Prof. Dr. Josef Pfeilschifter
Dekan des Fachbereichs Medizin
der Goethe-Universität Frankfurt/Main

 

Grußwort Stefan Grüttner

Sehr geehrte Damen und Herren,

bereits zum 33. Mal findet in diesem Jahr in Frankfurt mit der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin eine Fortbildungsveranstaltung statt, die in verschiedenen Präsentationsformen Themen des gesamten Spektrums der Gefäßerkrankungen umfasst.

Ein besonderer Aspekt dieser Veranstaltung ist die interdisziplinäre Fortbildung. Das ist außerordentlich zu begrüßen, denn nur durch ein Zusammenwirken der Erkenntnisse vieler Spezialisten können neue Ansätze entstehen.

Begrüßenswert ist zudem, dass eine Veranstaltung wie diese Fortbildung die Möglichkeit des Austausches zwischen erfahrenen Kolleginnen und Kollegen mit der jüngeren Generation bietet, denn auch im Bereich der Ärzteschaft findet ein demographischer Wandel statt. Deshalb dient die Veranstaltung in diesem Jahr insbesondere der Förderung des gefäßchirurgischen Nachwuchses.

Ich wünsche allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Veranstaltung, einen lebhaften kollegialen Austausch, interessante Diskussionen und einen spannenden Erkenntnisgewinn.

Stefan Grüttner
Hessischer Gesundheitsminister

 

Grußwort Boris Rhein

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Sehr geehrte Veranstalter, sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

es freut mich sehr, dass die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin e. V. mit ihrer 33. Jahrestagung den Weg nach Frankfurt am Main gefunden hat, an einen der Standorte der hessischen Universitätsmedizin und nehme gerne die Gelegenheit wahr, Sie als Hessischer Wissenschaftsminister hier willkommen zu heißen.

Das Thema Gesundheit hat in Hessen traditionell einen hohen Stellenwert und die Unterstützung und Versorgung kranker Menschen ist ein wichtiges Ziel unserer politischen Arbeit. Wie wir alle wissen, hat sich in den letzten hundert Jahren sehr viel verändert in der Medizin. Wir kommen nicht umhin, mit der Zeit zu gehen. Innovationen und Zukunftsvisionen sind dafür unerlässlich. Das Thema dieser Veranstaltung – Wissensvermittlung und Digitalisierung – ist ein richtiger Schritt in diese Richtung.

Qualität in Diagnostik und Therapie sowie Sicherheit für die Patienten gehen einher mit einer exzellenten Wissensvermittlung sowie zunehmender Digitalisierung. Der Grundstock dafür wird in der Universitätsmedizin gelegt, die sich der besonderen Herausforderung stellt, dass Forschung, Lehre, Ausbildung und Krankenversorgung untrennbar miteinander verwoben sind. Es ist der legitimen gesellschaftlichen Erwartungshaltung an die Universitätsmedizin geschuldet, Erkenntnisse der medizinischen Forschung in Diagnose- und Therapieverfahren für Patienten verfügbar zu machen.

Vor allem ist es dabei aber wichtig – neben allen technischen und medizinischen Errungenschaften -, den Menschen nicht aus dem Blick zu verlieren!

Ihr
Boris Rhein
Hessischer Minister für Wissenschaft und Kunst